AK: Markus, bei der letzten BM-Wahl hast Du als unser Kandidat respektable 21% erzielt. Wie schätzt Du den aktuellen Wahlkampf ein?
MB: Diesmal ist direkte Kontaktaufnahme mit den Bürgern aufgrund des Lockdowns deutlich schwieriger. Der große Unterschied zur BM Wahl ist zudem, dass die Bürger ihre Stimmen unterschiedlich verteilen können. Hierdurch können sie quasi ihr persönliches Parlament wählen, was uns hoffentlich zugute kommt.

AK: Was motiviert Dich als Gemeindevertreter anzutreten?
MB: Ich habe mich schon immer sehr für Politik interessiert und noch nie war sie so spannend wie heute. Zudem möchte ich mit meinem Wirken positive Spuren in meiner Wahlheimat Habichtswald hinterlassen und ihr damit etwas zurückgeben.

AK: Das bedeutet konkret?
MB: Zunächst einmal sollten wir uns auch trauen für unsere eigenen Werte  und Ansichten einzutreten, auch wenn dies im aktuellen Umfeld nicht immer vergnügungssteuerpflichtig erscheint. Innerhalb der Partei und auch nach aussen hin. Dies gilt prinzipiell für jeden zukünftigen Gemeindevertreter, nicht nur für die WGH. Demokratie lebt von Widerspruch und Auseinandersetzung. Gerade mit der bestehenden Mehrheitenkonstellation erfüllen wir als Opposition aber eine besondere, und wie ich finde, auch wichtige Funktion.

AK: Die da wäre?
MB: Neben allen Sonntagsreden müssen wir meines Erachtens bereit sein, wenn etwas wirklich schief läuft, den Finger auch einmal in die Wunde zu legen. Denn wenn wir es auf politischer Ebene nicht tun, wer tut es dann? Wichtig bei aller Direktheit ist jedoch, dass der respektvolle Umgang(ston) als auch das echte Interesse am Gegenüber mit seinen Ideen gewahrt bleibt. 

AK: Was wünscht Du Dir für Habichtswald?
MB: Der Gemeinde geht es insgesamt gut und das soll auch bitte so bleiben. Gemäß einem unserer Wahlplakete: "Politik ist wie Fussball, Mitmachen ist besser als zugucken", wünsche ich mir natürlich ein hohes Wählervotum. Aber anders als im Fussball geht es in der Lokalpolitik darum, "dass alle Bürger am Ende als Gewinner vom Platz gehen sollten", um im Bild zu bleiben.

AK: Und persönlich?
MB: (schmunzelt) Persönlich freue ich mich, neben dem nächsten Frisörbesuch, auf die im Herbst hoffentlich auch stattfindende Kirmes, stellvertretend für eine Öffnung unseres normalen Lebens.

 
 
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