16.12.2022 - WGH-Grauwasserantrag für das neue Baugebiet wird heute im Habichtswalder Gemeindeparlament diskutiert: Es gilt ein Greenwashing zu verhindern!

Noch zum Ende diesem Parlaments-Jahres haben wir einen bereits im Vorfeld intensiv diskutierten, einfachen Prüfantrag eingebracht:



Worum geht´s: Wir möchten das geprüft wird, inwiefern die Zweitnutzung von verbrauchten Trinkwasser durch lokale Grauwasser-aufbereitung für das neue offiziell ökologisch ausgerichtete Dörnberger Baugebiet "Panoramablick" eine Option sein kann, bspw. durch Integration in die Bauleitplanung.
Es ist kein Geheimnis, dass wir den damit aus unser Sicht verbundenen Flächenfraß auch weiterhin skeptisch gegenüberstehen. Doch stehen wir gleichwohl zu unserer Zusage, dieses Vorhaben konstruktiv zu begleiten
Das nun zur Prüfung vorgeschlagene Grauwasserkonzept könnte zentral für das gesamte Baugebiet - und damit sehr einfach für alle Bauherren - als auch dezentral von jedem einzelnen Bauherren umgesetzt werden. Im Wissen darum, dass jetzt die Weichen für eine verantwortungsvolle Wassernutzung für die nächsten Jahrzehnte in diesem Baugebiet mit vielen neuen Einwohnern gesetzt werden.
Ganz nebenbei gestalten sich die Anlagen als überaus lukrativ für die Nutzer selbst, lassen sich doch bis zu 50% Wasser und Abwassergebühren sparen, was die Anlagenkosten im Regelfall innerhalb der Nutzungsdauer amortisiert. Wenn schon denn schon: Am Ende eine Win-Win-Win Situation für alle Beteiligten.



10.11.2022 - Teilerfolg für die WGH: Gemeindeparlament beschließt einstimmig 2 von 4 unserer Anträge

Wir sind sehr froh darüber das es schlussendlich doch noch gelang, die von uns angedachte Verschönerung der Kabelverteilerkästen umzusetzen. Dabei bleibt es ein echtes Bürgerprojekt. Nun wird gemeinsam aus den Reihen der Habichtswalder Fraktionen und interessierter Bürgerschaft das Projekt in Kürze angegangen: Von der Standortsuche, Motivauswahl über die Konzeptionierung bis hin zur Umsetzung.
Wir sind bereits sehr gespannt welche Ideen sprießen: Genau das Richtige, was wir in diesen tristen Zeiten gebrauchen können. Interessierte können sich gerne bei uns melden.


Ebenfalls angenommen wurde ein Antragsentwurf von Renate Rietze, mit dem wir die Einführung einer Dorf Funk Bürger App vom Fraunhofer Institut ermöglichen wollten. Aktuell kommt diese Software bereits in einigen, kleineren hessischen Gemeinden zum Einsatz.


Zunächst soll jedoch der mögliche Einsatz geprüft werden. Hierbei handelt es sich quasi um einen Facebookersatz fürs Dorf, der durch verschiedene Sicherheitsmechanismen wohl auch die Einhaltung der Netiquette sicherstellen soll. Die Gemeindeverwaltung könnte dieses Medium auch als weiteren offiziellen Kommunikationskanal nutzen. So hätten auch Nutzer jenseits von Facebook Zugriff auf diese digitalen Informationen.

Die Gemeindeverwaltung informierte bereits in der Sitzung, dass die IT Abteilung bereits aus sich heraus ähnliche Überlegungen vornahm und diverse Apps und Programme im Blick hat. Die von uns vorgeschlagene DorfFunk App wird nun ebenfalls geprüft.
Wo viel Licht, da bekanntlich auch ein wenig Schatten: So fanden zwei weitere unserer Anträge leider keine Zustimmung.


Der erste Antrag befasste sich mit notwendigen Restarbeiten aus der Glasfaserinstallation im Ortsteil Dörnberg vor nun ca. 2 Jahren. Trotz dass die Bauabteilung permanent am Ball war, sind noch einige Restarbeiten zur Beseitigung der Schadstellen offen. Dies ist bei solch einem Großprojekt völlig im Rahmen und nicht verwunderlich. Da gleichzeitig in Ehlen die Entscheidung ansteht, das Götel dort ebenfalls Glasfaser ausbauen kann (es fehlen Stand heute noch ca. 70 Zusagen von Haushalten), hat Habichtswald hierdurch noch einen zusätzlichen "Motivationshebel". Dies hat die Gemeindeverwaltung nach Erklärung in den vorbereitenden Ausschüssen auch erkannt und nutzt diesen bereits.

Wir hielten unseren Antrag trotzdem aufrecht, da wir sicherstellen wollten, dass die Gemeindeverwaltung auf die Bürger zugeht und sie aktiv um Nennung von möglichen Schadstellen im öffentlichen Bereich bittet, die bislang noch unbekannt sein könnten.

Vorgebrachte Vorbehalte bzgl. des zusätzlichen Arbeitsaufwandes für die Veraltung teilen wird nicht, da wir davon ausgehen, dass die Habichtswalder hierbei nicht überziehen und lediglich "Kleinigkeiten" melden.
Nichtsdestotrotz meinen wir, können Sie sich auch ohne nun beschlossenen Antrag sicherlich an unsere Verwaltung wenden, die ihrer Hinweise sicherlich auch berücksichtigen wird.
Die von uns geforderte Analyse und ggfs. Aktualisierung des gemeindlichen Katastrophenschutz in einem Notfallplan wollten die übrigen Parteien ebenfalls nicht mehrheitlich mit unterstützen. Der stellvertretende Bürgermeister versicherte allerdings, dass die Gemeinde sich dieser ihrer ursächlichsten Aufgabe bewusst sei. Zudem klärte er in der Gemeindesitzung recht umfangreich über das gemeindliche Notfallmanagement auf. Wir sind uns mit allen Beteiligten darüber einig, dass es nun auf eine geeignete Kommunikation in Richtung Bevölkerung ankommt.
Wir beließen diesen Antrag jedoch auf der Tagesordnung, da das Thema überaus dringlich ist und keine weitere Aufschiebung verträgt. In der Kürze der Zeit war es uns zudem nicht möglich, all die vielen uns aufgeführten Punkte abzuprüfen.